Freiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
in Belarus

Mit ASF kann ein Freiwilligendienst für 12 Monate in Belarus geleistet werden. Bewerbungsschluss ist immer der 1. November.

Mit ASF kann ein Freiwilligendienst für 12 Monate in Belarus geleistet werden. Bewerbungsschluss ist immer der 1. November.

ASF-Freiwillige arbeiten aktuell in fünf Projekten in Belarus. Schwerpunkte sind dabei die Begleitung und Unterstützung für Schoa-Überlebende und ehemalige NS-Zwangsarbeiter_innen sowie für Kinder und Erwachsene mit Beeinträchtigungen. Alle Projekte befinden sich in Minsk.

Russisch zu lernen, Spaß an Improvisationen, Flexibilität und die Bereitschaft, eigene Vorurteile und Wertesysteme zu hinterfragen, helfen beim Einstieg in das Leben in Minsk und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Dazu gehört zum einen, dass die Bevölkerung noch immer mit den Folgen der Atomreaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl konfrontiert ist, durch die ein Viertel des belorussischen Staatsgebiets kontaminiert wurde. Zum anderen wird das Land autoritär regiert und ist international weitgehend isoliert.

Historische Verbindung

Im September 1992 traf erstmals eine größere ASF-Freiwilligengruppe in Belarus ein. Zu den ersten Partnern gehörte die gemeinnützige belarussische Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl".

Heute arbeiten Freiwillige u.a. bei einer NGO, die sich für die Rechte von Kindern mit Behinderungen einsetzt und im Kinderheim Nowinki, einem Heim für geistig und physisch beeinträchtigte Kinder und junge Erwachsene. Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die Begleitung und Betreuung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter_innen und Ghetto-Überlebender in Zusammenarbeit mit der Organisation „Verständigung“, der jüdischen Gemeinde, der Geschichtswerkstatt und dem Häftlingsverband.

© cc by Ihar// Flickr.com

Ein weiteres Projekt ist das Kinderkrebszentrum Barawljani.

Die Geschichte des NS-Angriffskriegs gegen die Sowjetunion ist in Belarus immer noch sichtbar. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass ein Drittel der Bevölkerung der damaligen Sowjetrepublik während der NS-Besatzung ermordet wurde; hunderte von Dörfern wurden durch die Heeresgruppe Mitte zerstört – und nie wieder aufgebaut. Der offizielle Erinnerungsdiskurs ist in Belarus – zu Sowjetzeiten auch gerne „Partisanenrepublik“ genannt - immer noch der sowjetischen Tradition verhaftet – so dass beispielsweise die stalinistischen Säuberungswellen nach wie vor kaum erinnert werden.

Schon Anfang der 1970er Jahre hatte ASF Studienfahrten nach Minsk, Leningrad und Wolgograd organisiert. Doch die politischen Rahmenbedingungen des Kalten Kriegs erschwerten die Kontakte bis in die frühen 1990er Jahre.

Viele ehemalige ASF-Freiwillige kehren regelmäßig in „ihre“ Projekte nach Minsk zurück; sie organisieren Sommerlager für Kinder mit Behinderungen in Zusammenarbeit mit der Organisation Kanikuli. Belarus gehört zum internationalen Programm von ASF für Freiwillige aus Deutschland.

ASF vor Ort

ASF-Vertretung in der Ukraine und in Belarus:

Anzhela Beljak (ASF-Landesbeauftragte)
Ul. Luteranska 22 / 01024 Kiew / Ukraine
Fon / Fax: 00380-44-253 85 57 /
Email: ukraine[at]asf-ev.de

Projekte vor Ort

Alle ASF-Projekte in Belarus in der Übersicht

Freiwillige vor Ort

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