Projekte in Norwegen

Betania - Alta
In den zwei Wohnzentren (Furuly sykehjem und Bossekop sykehjem) begleiten die Freiwilligen ältere Menschen, zum Teil mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen und/oder Demenzerkrankungen. Die private Stiftung Betania gehört mit ihren Einrichtungen zur christlichen Pfingstgemeinde Norwegens. Die Freiwilligen engagieren sich im direkten Kontakt mit den Bewohner*innen, organisieren Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen, sie arbeiten in der Küche und unterstützen die Vorbereitung der Mahlzeiten.

Falstad Zentrum - Ekne
Das Falstad-Zentrum (Falstadsenteret) ist  ein ehemaliges SS-Strafgefangenlager, welches heute ein nationales Bildungs- und Dokumentationszentrum ist. Neben einem Museumsteil und einer Jugendherberge beinhaltet es eine angrenzende Gedenkstätte. Das Falstad-Zentrum bietet den Freiwilligen die Möglichkeit Einblicke in die historisch-politischen Bildungsarbeit (Führungen und Schulprojekte), in die Archivarbeit sowie in die Konzeption von Ausstellungen (Digitalisierung des Museumgeländes) zu gewinnen.

Gjenreisningsmuseet - Hammerfest 
Das Wiederaufbaumuseum (Gjenreisningsmuseet for Finnmark og Nord-Troms) thematisiert die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges in Nord-Norwegen, die Taktik der verbrannten Erde, Zwangsevakuierung und den Wiederaufbau nach dem Krieg. Das Museum wird von zahlreichen Besuchern der Region frequentiert und besitzt neben der Austellung und einem Café auch ein Archiv und führt regelmäßig Veranstaltungen durch. Die Freiwilligenarbeit in diesem Projekt sieht dem Empfang von Besucher*innen des Museums und das Geben von Führungen für deutschsprachige Besuchergruppen, sowie Unterstützung des Museumscafés vor. Bei den Arbeitsaufgaben können je nach Interesse und Fähigkeiten individuell Schwerpunkte gesetzt werden. Insgesamt gibt es in diesem Projekt die Möglichkeit in viele Arbeitsbereiche eines Museumsbetriebes Einblicke zu gewinnen und es ist von Vorteil, wenn der/die Freiwillige ein breites Interesse an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Norwegen und Eigeninitiative mitbringt.

Folkehogskole Nord-Norwegen - EvenskjerLundheim Folkehogskole - Moi
Die Internatsschulen sind typisch skandinavische Bildungseinrichtungen für Jugendliche und junge Erwachsene. An den Schulen leben und lernen Schüler*innen mit und ohne geistige und/oder körperliche Beeinträchtigung. Die Freiwilligen können sich in den gesamten schulischen Alltag und in die Gestaltung der Freizeit einbringen. Schwerpunkt der Arbeit ist die Begleitung von Schüler*innen mit Beeinträchtigungen im Alltag und im Unterricht, dazu gehört auch die Unterstützung pflegerischer Tätigkeiten.

Jüdisches Wohn- und Seniorenzentrum  - Oslo
Das Wohn- und Seniorenzentrum gehört zu einer privaten Stiftung der benachbarten jüdischen Gemeinde und bietet jüdischen und nicht-jüdischen Senioren ein betreutes Wohn- und Pflegeangebot. Das Wohnheim sorgt neben der Pflege für die kulturellen, religiösen und sozialen Bedürfnisse der Bewohner*innen. Darüber hinaus dient es zusätzlich als jüdisches Netzwerk- und Aktivitätszentrum für ältere Menschen aus Oslo und Umgebung. Die Freiwilligen unterstützen die Bewohner*innen im Alltag sowie bei besonderen Aktivitäten. Außerdem arbeiten sie in der Küche und unterstützen die Vorbereitung und Verteilung der Mahlzeiten.

Stiftelsen Signo - Oslo 
Die Stiftung SIGNO bietet gehörlosen und hörgeschädigten Menschen mit weiteren Beeinträchtigungen Wohn- und Bildungsangebote, die sich an den jeweiligen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohner*innen ausrichten. Die im Projekt gelebte Zweisprachigkeit (Norwegisch und norwegische Gebärdensprache) ermöglicht eine besondere Erfahrung des interkulturellen Lernens. Die Freiwilligen lernen beide Sprachen und werden in den gesamten Projektalltag eingebunden. Das umfasst individuelle sowie gemeinschaftliche Arbeiten mit den Bewohner*innen in den Wohn- und Arbeitsbereichen der Einrichtung.

Stiftelsen Signo - Andebu
Ähnlich wie in Oslo, betreibt die Stiftung SIGNO auch in Andebu eine Einrichtung für gehörlose und hörgeschädigte Menschen mit Mehrfachbehinderungen. In Andebu handelt es sich um eine Wohn- und Arbeitsstätte und, anders als in Oslo, auch um eine Bildungseinrichtung. Die Freiwilligen lernen auch hier Norwegisch und die norwegische Gebärdensprache und arbeiten in den Abteilungen Skole- og Kompetansesenter (Schule und Internat für hörgeschädigte Schüler mit Mehrfachbehinderungen) und Grantoppen (Wohnen, Bildung, Freizeit und Arbeit für Erwachsene).

Als ASF-Freiwillige in Norwegen

"ASF lässt die Vergangenheit nicht einfach ruhen, sondern beschäftigt sich bis heute aktiv mit ihrer Aufarbeitung - meine Motivation für einen Friedensdienst mit ASF. An meinem Projekt für geistig behinderte und gehörlose Menschen gefällt mir eines besonders: Die Bewohner führen ein beinahe eigenständiges Leben. Dabei unterstütze ich sie - und bin bis jetzt immer mit einem Lächeln im Gesicht von der Arbeit zurückgekommen!" Johanna, 19 Jahre

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  • im Rahmen des Bundesprogramm
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