Projekte in Russland

Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) - Moskau 
Das Heilpädagogische Zentrum wurde 1989 von einer Gruppe von Ärzten und Eltern gegründet, um behinderten Kindern ein würdiges Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen. Kinder mit Verhaltens- und emotionalen Problemen sowie Lernschwierigkeiten bekommen individuelle Therapie- und Schulungsangebote und die Möglichkeit in besonderen Werkstätten zu arbeiten. Die Freiwilligen unterstützen das Zentrum vor allem in Begleitung und Betreuung der Kinder während des Unterrichts und bei Freizeitaktivitäten. 

Holocaustzentrum - Moskau 
Der Schwerpunkt des russischen Forschungs- und Bildungszentrums liegt darauf, Lehrer*innen fachlich und pädagogisch zum Thema Holocaust auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion auszubilden. Das Zentrum verfügt über eine umfangreiche Bibliothek mit russischer, englischer und deutschsprachiger Literatur zum Thema.
Die Freiwilligen betreuen die Bibliothek, sie übernehmen Übersetzungsarbeiten, führen internationale Korrespondenz, bringen die deutschen und englischen Inhalte auf der Internetseite auf den neuesten Stand und können sich bei Veranstaltungen im Zentrum einbringen. Auch Schulbesuche zum Thema Holocaust sind möglich. 

Jüdischer Häftlingsverband - St. Petersburg
Der jüdische Häftlingsverband in St. Petersburg kümmert sich seit über 20 Jahren um die Belange hilfsbedürftiger jüdischer Überlebender in St. Petersburg und dem Nordwesten Russlands. Die Freiwilligen unterstützen hier vor allem die offene Altenbetreuung, die in Form von regelmäßigen Hausbesuchen realisiert wird. Weitere Aufgaben können die Organisation von Veranstaltungen und Bürotätigkeiten (z.B. Übersetzungen) sein.

Jüdisches Gemeindezentrum - Wolgograd
Das Gemeindezentrum ist eine Einrichtung der jüdischen orthodoxen Gemeinde der Stadt und dient als Anlaufpunkt für soziale und kulturelle Aspekte sowie als Ort für religiösen Austausch für Menschen jüdischen Glaubens. Die Freiwilligen sind unterstützend tätig bei alltäglichen Arbeitsabläufen. Dies umfasst sowohl Bürotätigkeiten, als auch Botengänge, Mithilfe beim Küchendienst, Vorbereitung des Schabbat, Unterstützung bei kulturellen Veranstaltungen für Gemeindemitglieder. Ein wichtiger Aspekt ist die offene Altenarbeit, im Rahmen derer die Freiwilligen Gemeindemitglieder im Alltag begleiten und unterstützen.

Memorial
Zu den vielfältigen Tätigkeiten und Zielen der russischen Menschenrechtsorganisation gehören die historische Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit, das Gedenken an die zahlreichen Opfer, juristischer, materieller und medizinischer Beistand für die Überlebenden der Repressionen und ihre Familienangehörigen, aber auch die aktive Mitwirkung am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft.

Bei Memorial Moskau, dem Dachverband, übernehmen die Freiwilligen Kurierdienste innerhalb Moskaus, sind je nach Fähigkeiten in den Arbeitsalltag eingebunden, leisten Hilfestellung bei der Vorbereitung von Ausstellungen, Konferenzen, Diskussionsveranstaltungen zu historischen Themen oder der Korrespondenz mit deutschen Initiativen, die die Geschichte der Zwangsarbeit im NS erforschen.
Memorial Perm bindet zudem junge russische  Freiwillige in die Arbeit ein. Regelmäßig finden Sommerlager in Perm und anderen Städten in der Region statt. Der Einsatzbereich für Freiwillige bei Memorial Perm liegt in erster Linie in der offenen Altenarbeit, dazu kommt die Beteiligung an der Bildungsarbeit mit jungen russischen Freiwilligen in der Organisation.
Die Aufgabe der Sozialstation von Memorial St. Petersburg ist, die Erinnerung an die Opfer der stalinistischen Diktatur wach zu halten und denjenigen, die noch am Leben sind, fachliche medizinische und soziale Leistungen anzubieten. Die Freiwilligen leisten bei den Memorial-Mitgliedern offene Altenarbeit zu Hause. Auch die Beteiligung am kulturellen Programm von Memorial ist erwünscht.

Als ASF-Freiwilliger in Russland

"Während meines Friedensdienstes mit ASF helfe ich Menschen, denen sonst keiner helfen würde. Mit der Menschenrechtsorganisation Memorial Perm besuche ich meist sehr einsame ältere Menschen, für die ich eine helfende Hand im Haushalt und ein wichtiger sozialer Kontakt bin. Außerdem arbeite ich an Workcamps mit – auch eine Form historischer Aufarbeitung." Jan Frederik, 22 Jahre

Was uns bewegt

Die aktuellen ASF-Freiwilligen in Russland berichten von ihrem Friedensdienst

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