Historische Bildungsarbeit

Schwerpunkt dieses Projektbereichs sind Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu historischen Themen wie der Gegenwart von Geschichte, besonders in Einrichtungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Die Freiwilligen arbeiten in Gedenkstätten und Museen, in Forschungsinstituten oder Archiven. Sie helfen bei der Sichtung und Archivierung von Material, bereiten Ausstellungen mit vor und betreuen Besuchergruppen. Ein wichtiger Aspekt ist der Kontakt zur interessierten Öffentlichkeit. Aber auch die Büroarbeit - Katalogisieren und andere organisatorische Aufgaben - gehört zum Arbeitsalltag.

Für diesen Projektbereich sollten Freiwillige ein großes Interesse an geschichtlichen Themen mitbringen. Neben der Bereitschaft, die alltägliche Büroarbeit zu erledigen und im Team zu arbeiten, brauchen Freiwillige viel Eigeninitiative und Selbständigkeit, pädagogischen Elan und Stabilität, da diese Art von Arbeit auch belastend sein kann. Für die englisch-, französisch- und deutschsprachigen Projekte in diesem Bereich werden höhere Ansprüche an die Sprachvorkenntnisse gestellt.

Mein ganz persönlicher Einsatz

von Nele Weduwen. Als sich an meinem ersten Arbeitstag die massive Eingangstür für mich öffnete und ich die Welt des Anne-Frank-Haus in Amsterdam  betrat, wusste ich noch nicht, welche vielfältigen Aufgaben mein Friedensdienst für mich bereit halten sollte.Meine Abteilung gestaltet kurze Gruppenempfänge und längere Programme, in denen die Geschichte des Nationalsozialismus anhand des Schicksals der Familie Frank erzählt wird. Nachdem ich in den ersten Wochen bei meinen Kollegen mitlief und viel in der Bibliothek saß, um mich ins Thema einzulesen, führe ich nun die Empfänge selber durch.Es ist ein richtig schönes Gefühl und macht mich stolz, wenn die Besuchergruppen mir aufmerksam zuhören und von den Führungen etwas mitnehmen. Wie wichtig unsere Arbeit ist, um zu helfen Diskriminierung und Rassismus abzubauen, wurde mir bewusst, als ich ein Propagandavideo der rechtsextremen niederländischen Partei PVV zu Gesicht bekam. Das Video gebraucht absolut propagandistische Mittel, polemisiert, übertreibt und stellt Dinge faktisch falsch dar, um zu zeigen, dass von der islamischen Welt eine große Gefahr ausgeht. Weil Rechtsextremismus heute und hier immer noch stattfindet, wusste ich, dass ich mithilfe von Gesprächen und Aufklärung dagegen ankämpfen möchte.

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