Arbeit mit Menschen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten

Unser Ziel ist es, dass Menschen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten als gleichwertige Mitmenschen wahrgenommen und geachtet werden. Ein Freiwilligendienst in diesem Arbeitsbereich ist wie eine spannende Reise, lernt man doch im Kontakt mit diesen Menschen die Welt mit anderen Augen kennen. Die meisten Projekte mit denen ASF zusammenarbeitet, haben dabei einen integrativen Ansatz.

In einigen Projekten wohnen Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam in Lebensgemeinschaften. Die Freiwilligen sind hier ein gleichberechtigter Teil der Gemeinschaft, die meist einen kirchlichen oder anthroposophischen Hintergrund hat. Sie beteiligen sich an der Arbeit in Haus und Garten, unternehmen gemeinsam Ausflüge und feiern viele Feste zusammen.

ASF-Freiwillige arbeiten auch in Tageseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, z.B. Schulen oder Heimen. Hier assistieren sie beim Unterricht, bei handwerklichen Tätigkeiten oder therapeutischen Gruppen.

In einigen Projekten arbeiten Freiwillige auch mit Menschen mit psychischen Krankheiten. Sie organisieren Freizeitaktivitäten und Gesprächsangebote, unterstützen die Menschen bei ihrer Arbeit in Werkstätten oder im Garten und spielen gemeinsam Billard oder trinken Tee zusammen.

In diesem Projektbereich sollten Freiwillige Enthusiasmus, Humor, Flexibilität und Geduld mitbringen.

Freiwilligendienst: Arbeit mit Menschen mit Behinderungen

Ich bin Teresa Nowak und arbeite in Brno in Tschechien mit Menschen mit Behinderungen. Dienstags bis freitags bin ich in einer Tagesstätte der Charitas Brno. Mir macht es Spaß, Menschen mit Behinderungen bei kreativen Tätigkeiten zu unterstützen, mit ihnen zu tanzen oder in die Stadt zu gehen.

Jeder Tag ein kleines Abenteuer

von Susanne Jacobi
Wenn ich morgens in der Caritas ankomme, werde ich durch das Rufen meines Namens, Küsschen und Umarmungen freudig in Empfang genommen. Spätestens nach dem Begrüßungsritual, dem gemeinsamen Singen und Gitarrespielen bin ich vollständig aufgewacht und bin in dieser anderen Welt angekommen: Alle wuseln durcheinander, unterhalten sich lautstark, sind fröhlich oder auch wütend, gähnen vor sich hin oder wirken schon hellwach und bereit, in den Tag zu starten. In dem Haus ist so viel Leben, dass man gar nicht anders kann, als sich davon anstecken zu lassen. Jeder Tag ist anders, jeder einzigartig und jeder birgt ein kleines Abenteuer. Selbst wenn man alles genau plant, kommt es am Ende doch anders als erwartet. Gerade das habe ich in meinen bisher neun Monaten ASF-Freiwilligendienst sehr zu schätzen gelernt.

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