Blog | Sommerlager gewinnt Sonderpreis für Fotoprojekt | 12. November 2018

Sommerlager gewinnt Sonderpreis für Fotoprojekt

Vyialetta sucht die beste Perspektive für ihr Foto. Quelle: ASF

Das Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und  der internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz (IJBS) erhält den  Sonderpreis des Wettbewerbs „Erinnerung sichtbar machen: 80 Jahre Reichspogromnacht“ der Zentrale für Unterrichtsmedien e.V.

Am Sonntag den  28.10. 2018  fand in der neuen Synagoge in Mainz die Preisverleihung des Wettbewerbs „Erinnerung sichtbar machen: 80 Jahre Reichspogromnacht“ statt. Mit dem Wettbewerb hat die Zentrale für Unterrichtsmaterialien e.V. Jugendliche (ZUM.de)  dazu aufgefordert, sich mit dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht  auseinanderzusetzen und dabei eine Verknüpfung  zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen. Diesem Ruf folgten Jugendliche  aus über 30 Schulen aus acht Bundesländern, Polen und Mexico.  Die sechs besten Wettbewerbsbeiträge wurden ausgezeichnet, darunter auch das Fotoprojekt „Auschwitz vor dem Krieg und heute“ des ASF-Sommerlagers. Der Sonderpreis ging an das Fotoprojekt des  internationalen kooperativen Sommerlagers  von ASF und der internationalen Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz, das  vom 28.07. bis 11.08.2018 stattfand.  Dreizehn Jugendliche zwischen  16 und  19 Jahren aus Spanien, Belarus, Deutschland, Russland, Großbritannien und Polen nahmen  teil. Das Sommerlager zwischen ASF und der IJBS wurde von der Flick-Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz finanziell gefördert. 

In der ersten Woche des Sommerlagers setzten sich die Teilnehmer*innen historisch mit dem Ort Auschwitz auseinander.  Im Fokus stand  sowohl die Zeit während des Nationalsozialismus und der Shoah aber  auch jüdisches Leben und Kultur vor dem Holocaust. Mehrmals suchten die Teilnehmer*innen  dabei die Gedenkstätte vor Ort auf, nahmen an einer Stadtführung teil und besichtigten das jüdische Museum sowie  die Chevra Lomdei Mishnayot Synagoge (Teil des Auschwitz Jewish Center).

In der zweiten Woche begann die Arbeit am Fotoprojekt: die historische Vergangenheit des Ortes sollte mit der Gegenwart in Verbindung gebracht und  Spuren  jüdischen Lebens sichtbar gemacht werden. Die Teilnehmer*innen recherchierten historische Fotos von Oświęcim/ Auschwitz und  erforschten ihre Hintergründe. Anschließend  zogen sie eigenständig los und suchten eben jene Orte auf, um aus der gleichen Perspektive neue Aufnahmen zu machen.

Das  Fotoprojekts wurde in das System von Future History eingespeist. Das Ergebnis inklusive Beschreibung der jeweiligen  Orte kann hier eingesehen werden und sogar als App runtergeladen werden. 

Für das tolle Engagement und die Einsatzbereitschaft der Teilnehmer*innen unter Leitung von Judith Hoehne- Kraczyk  konnte das Team die schwere Bronzestatue der 3 Religionen von Erich Sauer als Trophäe mit nach Hause nehmen!

Jeden Sommer finden internationale Begegnungsprojekte statt, in denen Menschen sich praktisch engagieren und gleichzeitig historischer und kultureller Austausch stattfindet.

Weitere Infos zu den Sommerlagern gibt es hier!

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