Presse| Aktuelles | 05. Juni 2019

Ferien mit Sinn und Spaß

Teilnehmerinnen des Sommerlagers in St. Petersburg sprechen mit einer Überlebenden der Leningrader Blockade. Foto: Helena Schätzle

Sie säubern Grabsteine von jüdischen Friedhöfen in den Niederlanden, Litauen und der Ukraine. Sie helfen alten Menschen in Russland und Rumänien im Alltag. Oder sie arbeiten in Gedenkstätten in Deutschland und Österreich mit. Die Teilnehmer*innen der zweiwöchigen Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste haben vielfältige Möglichkeiten. Neben der Arbeit steht die thematische Beschäftigung mit der Geschichte des jeweiligen Ortes im Vordergrund. Daneben unternehmen die Gruppen Ausflüge und treffen interessante Referent*innen. Natürlich bleibt aber auch genügend Freizeit. Wer dabei sein möchte, kann sich jetzt anmelden: am besten online unter www.asf-ev.de/sommerlager

Auf der Website findet sich eine Übersicht über die insgesamt 21 Angebote in 16 Ländern, unter anderem in Deutschland, Tschechien, Griechenland, Israel, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn und Norwegen. Anmelden können sich alle Menschen ab 18 Jahren. Bei drei Sommerlagern liegt die Altersgrenze schon bei 16 Jahren. Geleitet werden die Sommerlager von ehrenamtlichen Teamer*innen. ASF organisiert diese Art von Sommerlagern seit 1962. Der Verein ist kein kommerzieller Anbieter. Die Teilnehmer*innen entrichten zwar einen Beitrag, dieser deckt aber nur einen Teil der Kosten von ASF ab – es wird damit also kein Gewinn erwirtschaftet.

Weitere Informationen zu den ASF-Sommerlagern gibt es online unter www.asf-ev.de/sommerlager, telefonisch unter 030/28 395 184 oder per E-Mail unter asf@asf-ev.de  

Drei Beispiele für ASF-Sommerlager 2019

Minsk und Brest (Belarus): Die Teilnehmer*innen des Sommerlagers in Brest und Minsk vom 19. Juli bis 2. August kommen aus unterschiedlichen Ländern. Der Programmschwerpunkt in Minsk liegt auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Themen Besatzung von Belarus während des Zweiten Weltkriegs und Zwangsarbeit. Die Gruppe beschäftigt sich mit Erinnerungskultur(en) und dem unterschiedlichen Umgang mit Geschichte in den Herkunftsländern der Teilnehmer*innen. In Brest unterstützt die Gruppe die Organisation „Chessed David“ bei den Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in den Räumlichkeiten der Organisation. Inhaltlich gilt es die jüdische Geschichte Brests zu entdecken. Weitere Informationen unter www.asf-ev.de/belarus

Neckarzimmern (Deutschland): Das deutsch-französische Sommerlager vom 23. August bis zum 6. September begibt sich auf die Spuren der badischen Juden im Zweiten Weltkrieg. Die Teilnehmer*innen im Alter von 18  bis 30 Jahren beschäftigen sich inhaltlich mit der Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Südfrankreich im Oktober 1940. In der praktischen Arbeit machen die Freiwilligen das Mahnmal für die deportierten Jüdinnen und Juden in Neckarzimmern durch einen neuen Weg für alle Menschen zugänglich. Weitere Informationen: www.asf-ev.de/neckarzimmern 

Kommunarka (Russland): Wie und warum Menschen während des Stalinismus verfolgt wurden, damit beschäftigt sich das internationale Sommerlager vom 10. bis 24. August in Kommunarka bei Moskau. Durch die Instandhaltungsarbeiten auf dem Gelände des Erinnerungsorts soll an die Menschen erinnert werden, die vom stalinistischen Regime ermordet wurden. Neben der praktischen Arbeit besteht das Programm aus Diskussionen und Treffen mit NGOs und engagierten Akteur*innen vor Ort. So erhalten die Teilnehmer*innen einen tiefen Einblick in die aktuelle russische Gedenkkultur. Weitere Infos und Anmeldung unter www.asf-ev.de/kommunarka

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