Presse | Pressemitteilung | 25. September 2017

Gerade jetzt: Gemeinsames Engagement für Vielfalt, Inklusion und Menschenfreundlichkeit

Mit der AfD zieht eine rechtspopulistische Partei als drittstärkste Kraft in den Bundestag ein. Das völkische Weltbild der Partei widerspricht allem, wofür sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste seit fast 60 Jahren einsetzt. Mit ihren Äußerungen verbreitet eine Vielzahl von Parteimitgliedern Rassismus und Hass. Personell und ideologisch reicht das AfD-Spektrum bis tief in rechtsextreme Kreise, was die Partei mit immer gleichen Floskeln bestreitet. Durch völkisch-nationale und rassistische Äußerungen mobilisiert die Partei die Unsicherheit und Besorgnis vieler Menschen über die Flüchtlingspolitik und zieht Protestwähler*innen an. Sie greift dabei den latent vorhandenen Rassismus und Antisemitismus auch in der Mitte der Gesellschaft auf. Ressentiments werden weiter salonfähiger.

Jetzt gilt es, alle Kräfte zu mobilisieren und gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass diese Legislaturperiode die einzige bleibt, in der die AfD im Bundestag Fuß fasst und dass die kommenden Landtagswahlen ein anderes Bild zeigen.
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste wird die kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen ganz besonders im Blick behalten. Wir setzen uns weiterhin mit aller Kraft dafür ein, dass Deutschland die Verantwortung für seine Geschichte trägt und Geschichtsrevisionismus keinen Platz in unserer Gesellschaft hat. Viele unserer Freiwilligen besuchen Überlebende der Schoa. Ihnen müssen wir versichern, dass die rechtspopulistische Politik der AfD nur von einer Minderheit der deutschen Gesellschaft unterstützt wird.

Gemeinsam mit anderen Akteur*innen der Zivilgesellschaft engagiert sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste mit Freiwilligendiensten, Bildungsarbeit und Kampagnen gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Wir sensibilisieren Politik, Kirche und Zivilgesellschaft für die Folgen von Populismus und rechtsextremer Stimmungsmache und überzeugen junge und alte Menschen davon, einzutreten für die Werte unserer Demokratie. Daher begrüßen wir auch die kreativen politischen, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Kampagnen, die den Wahlkampf begleiteten, um sich für Vielfalt, Inklusion und Menschenfreundlichkeit zu engagieren.

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