Termine | Erkundung | 21. Februar 2019

ASF auf Erkundung im Centrum Judaicum

Donnerstag, 21.02.2019, 15-17 Uhr

Diese Erkundung, die ausnahmsweise während der Winterzeit nur an einem Donnerstag stattfinden kann, besteht aus zwei Teilen:

Führung durch die ständige Ausstellung „Tuet auf die Pforten“ – die Geschichte der Neuen Synagoge Berlin von 1866 bis 1995.

Diese Führung wird ca. 1 Stunde dauern.

Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, eigenständig die beiden folgenden Sonderausstellungen zu besuchen:

  • „Es war einmal in Jerusalem“

Die Zeichnungen von Gabriella Rosenthal (1913-1975) sind ihr ganz persönlicher Blick auf das Alltägliche im ethnisch, religiös und sozial vielfältigen Jerusalem vor der Gründung des Staates Israel: Zeugnisse aus einer vergangenen Zeit, in der trotz wachsender Spannungen und Gewalt ein Nebeneinander im Heiligen Land noch möglich war.

  • „Ausgewiesen! Berlin, 28.10.1938“

Am 28. und 29. Oktober 1938 verhafteten die Nationalsozialisten im Rahmen der „Polenaktion“ rund 17.000 jüdische Menschen und schoben sie in das Nachbarland Polen ab, weil sie polnische Staatsangehörige waren. In Berlin wurden mehr als 1.500 jüdische Bewohnerinnen und Bewohner
in ihren Wohnungen oder auf der Straße verhaftet und an die deutsch-polnische Grenze transportiert. Die meisten von ihnen mussten zu Fuß die Grenze überqueren und erreichten die polnische Kleinstadt Zbąszyń (Bentschen).
Insgesamt kamen am 28. und 29. Oktober über 8.000 ausgewiesene Jüdinnen und Juden in diesem Ort an. Rund zehn Monate mussten sie in improvisierten Notunterkünften in Zbąszyń ausharren. Einigen wenigen wurde die Rückreise ins Reichsgebiet gestattet, anderen gelang die rettende Emigration ins Ausland oder sie durften zu Verwandten ins Landesinnere Polens weiterreisen. Nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht gerieten sie hier in die Fänge der Besatzer.

Für diese Erkundung fallen je Teilnehmer*in für Führung und Eintritt insgesamt 10,- EUR an.

Wenn Du an unserer  Erkundung teilnehmen möchtest, bitten wir Dich, uns bis spätestens zum 16.01.2019 eine verbindliche Rückmeldung zu senden (kunkel@asf-ev.de).

 

 

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