Termine | 18. September 2019

Lesung und Gespräch mit Friedrich Magirius

Wann: 18. September 2019, 19 Uhr

Wo: Ev. Friedensgemeinde Humboldtstraße (Bremen)

Friedrich Magirius (Pfarrer im Ruhestand, geboren 1930) ist einer der wichtigsten und spannendsten Protagonisten der friedlichen Revolution von 1989 in Leipzig. Nach verschiedenen Pfarrstationen in Sachsen leitete er von 1974 bis 1982 die Aktion Sühnezeichen in der DDR und engagierte sich stark für den Austausch und Versöhnung mit Polen. 1982 wurde Friedrich Magirius als Superintendent an die Leipziger Nikolaikirche berufen, mit der sich der Beginn der montäglichen Friedensgebete und späteren Montagsdemonstrationen verbindet.

In seinen 2017 unter dem Titel “Gelebte Versöhnung”im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Erinnerungen setzt sich Magirius mit der schwierigen Gratwanderung zwischen den Ansprüchen des SED-Staates und den Aufgaben der Kirche auseinander und versucht nachvollziehbar seine Suche nach dem richtigen Weg zwischen Widerstand und Anpassung zu erläutern. Nach 1989/90 wirkte er u.a. als Leipziger Stadtpräsident.

Der Abend findet in Kooperation mit der ASF-Regionalgruppe Bremen, mit der Universität Bremen und der Friedensgemeinde statt. Moderation: Ulrike Huhn, Uni Berlin

Mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung

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