Termine | Zeitzeugengespräch | 14. Oktober 2019

Sag niemals Deinen echten Namen - Zeitzeugengespräch mit Jack Eljon

Wann: 14. Oktober, 16 Uhr

Wo: Universität Münster (Hörsaal SCH 100.3, Scharnhorststraße 100)

Jack Eljon, geboren 1937 in Amsterdam, war nicht einmal vier Jahre alt als er aufgrund der nationalsozialistischen Besatzung in den Niederlanden für vier Jahre in verschiedenen Verstecken untertauchen musste. Von diesen traumatisierenden Erfahrungen erzählt er beim Zeitzeugengespräch.
Vor dem Krieg lebten in den Niederlanden ca. 140.000 Jüdinnen und Juden. Nachdem das nationalsozialistische Deutschland am 10. Mai 1940 die Niederlande angriff und innerhalb weniger Tage eroberte, etablierten die Deutschen in den Niederlanden ein System der Ausgrenzung und Isolierung gegenüber der jüdischen Bevölkerung, welches sich im Laufe der Zeit zu einem Apparat des Terrors und schließlich der Vernichtung wandelte. Während der deutschen Besatzung wurden ca. 107.000 Jüdinnen und Juden über Westerbork meist in die Vernichtungslager Auschwitz und Sobibor deportiert. Von diesen überlebten gerade einmal 5.500, womit die Deutschen in den Niederlanden ca. 80% der jüdischen Bevölkerung ermordeten. Dies ist zusammen mit Polen der höchste Anteil in ganz Europa.
Jack Eljon gehört zu jenen Juden, welche die Zeit der nationalsozialistischen Besatzung überleben konnten, indem sie untertauchten. Er wurde mit nur vier Jahren von seinen Eltern getrennt und ist in der Zeit von 1940 bis 1945 in mehr als zehn Verstecken untergetaucht. Während dieser Zeit erlebte er unter anderem Hausdurchsuchungen und Razzien. Erfahrungen wie diese haben ihn ein Leben lang begleitet und geprägt.

Beim Zeitzeugengespräch wird Jack Eljon zu Beginn seine Geschichte erzählen, woraufhin genug Zeit für Fragen und ein weitergehendes Gespräch sein wird.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Regionalgruppe Münster der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) mit dem Junges Forum DIG Münster statt und wird vom AStA Uni Münster finanziell gefördert.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. auf Instagram Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. auf YouTube