Aktion Sühnezeichen in Ost und West

Aktion Sühnezeichen wurde als gesamtdeutsche Organisation gegründet. Die deutsche Teilung verhinderte jedoch schon bald eine gemeinsame Arbeit.

Mit Aufräumarbeiten an drei kriegszerstörten Kirchen in Magdeburg begann 1962 der Aufbau der Sühnezeichen-Arbeit in der DDR. Ein Anfang, aus dem ein umfangreiches Programm kurzfristiger Freiwilligendienste entwickelt wurde: die Sommerlager.

Die Arbeit der westdeutschen Aktion Sühnezeichen begann 1959 mit dem Bau einer Feriensiedlung für Arbeiterfamilien aus Rotterdam im niederländischen Ouddorp. Im Laufe der 1960er Jahre traten an die Stelle der anfänglichen Bauprojekte zunehmend die sozialen Friedensdienste im In- und Ausland. Der Name des Vereins wurde 1968 in „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ geändert.

Mit dem Zusammenschluss der beiden deutschen Staaten entstand die Grundlage für die Vereinigung der beiden Aktionen. Seit 1991 werden die Freiwilligendienste als Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gemeinsam von Mitarbeiter_innen, Mitgliedern und Freiwilligen aus Ost und West fortgeführt und weiterentwickelt.

In den letzten Jahren hat sich die Arbeit von ASF weiter internationalisiert. Aufgrund von Anfragen von Partnerorganisationen aus den Projektländern, können seit 1996 Freiwillige aus dem Ausland einen langfristigen Friedensdienst mit ASF in Deutschland leisten.

Seit der Jahrtausendwende sind zudem so genannte trilaterale Freiwilligenprogramme dazu gekommen: in Großbritannien arbeiten seit 2001 Freiwillige aus Deutschland und Polen in gemeinsamen Projekten. Seit 2009 sind auch in Polen deutsche und ukrainische Freiwillige gemeinsam in ASF-Projekten aktiv.

So entstehen Perspektivwechsel und intensive Auseinandersetzungen über die gegenwärtige Bedeutung des Nationalsozialismus in den jeweiligen Herkunftsländern der Freiwilligen. Durch gemeinsame Arbeit wird ein neuer, friedlicher Weg sichtbar.

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