ASF-Jahrestagung 2017: »Courage«

»Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.« (Demokrit)
Doch wie kann man heute mutig sein? (Zivil)Courage zeigen? Mit Projektpartner*innen, Aktivist*innen und Interessierten aus dem In- und Ausland stellen wir uns aktuellen Entwicklungen und politischen Herausforderungen und freuen uns über alle, die sich mit uns vernetzen und auf die kreative Suche nach gesellschaftlichen Handlungsspielräumen begeben.

Vom 25.-26. Mai 2017 findet in der Martin-Luther-Kirchengemeinde in Berlin-Neukölln die ASF-Jahrestagung unter dem Thema »Courage« statt.

Im Vordergrund steht die Frage, wie die historischen Bewegungen des Widerstands im Nationalsozialismus in die Gegenwart hineinwirken und welche Rolle sie in der Erinnerungsarbeit spielen. In Werkstätten werden Initiativen aus Polen und Ungarn zu den aktuellen (europäischen) Debatten und Aktionen in ihren Ländern Stellung nehmen. Aus Thessaloniki erzählt Solomon Parente, Sohn eines griechischen Auschwitz-Überlebenden, aus seinem Leben und von der schwierigen Erinnerung an die Schoa in Griechenland. Wie können wir dem erstarkenden Rechtpopulismus in Europa konkret begegnen? Was brauchen geflüchtete Menschen in Griechenland und Europa? Wie steht es um die Protestbewegung in Ungarn und Polen? Wie kann man heute mutig sein, (Zivil)Courage zeigen? 

Am 27. Mai findet am Nachmittag die Mitgliederversammlung von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste – ebenfalls in Martin-Luther-Gemeinde – statt.

Programm:

Donnerstag, 25. Mai 2017

  • 19.00 Uhr: Ankunft/ Anmeldung; Musikalische Begleitung durch den Abend: Elisabeth und Mirjam Blumenschein
  • 19.30 Uhr: Begrüßung durch Jutta Weduwen, Dr. Stephan Reimers und Marcel Kröncke
  • 20.00 Uhr: PODCAST mit Freiwilligen-Stimmen, im Gespräch mit Partner*innen und Klient*innen: Was ist Courage? Außerdem gemeinsames Essen in der Gemeinde: Möglichkeit zum Gespräch und zum Austausch

Freitag, 26. Mai 2017

  • 11 Uhr: Begrüßung/Kennenlernen
  • 11.20 Uhr: Begrüßung
  • 11.45-13.15 Uhr: Speak out! World Café: inhaltlicher Einstieg und Kennenlernen der Referent*innen von den verschiedenen Werkstätten; Moderation: Magdalena Scharf
  • 13.15-14 Uhr: Mittagspause
  • 14-16 Uhr: Workshops

WS 1: Zivilgesellschaftliches Engagement und Protestbewegungen in Polen und Ungarn. Referent*innen: Dziewuchy Dziewuchom, Barbara Ewa Baran und Joanna Filipczak-Zaród; Momentum, János Mécs und Anna Donáth. Moderation: Judith Hoehne-Krawczyk, IJBS

WS 2: Erzählen und Erinnern als Form des Widerstands gegen das Vergessen. Was ist das Besondere am jüdischen Gedenken in Griechenland heute? Referent: Solomon Parente, Griechenland. Moderation: Joana Bürger

WS 3: Sühnezeichen statt Widerstand. Moderation: Jakob Stürmann, Julia von Normann

WS 4: Widerstand und Utopie: Lebensentwürfe in Ungarn, Litauen, Italien und Deutschland. Moderation: Eike Stegen

  • 16-16.30 Uhr: Pause
  • 16.30-18.30 Uhr: Workshops

WS 5: Rechtspopulismus in Europa. Wie können wir erstarkendem Rechtspopulismus in Europa begegnen? Referent*innen: Maria Poutachidou, ArsisKozani; Borris Diederich, Deutsch-Französisches Jugendwerk; Henning Flad, Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus. Moderation: Jacob Nuhn

WS 6: A Men's World? Annäherung an Kritische Männlichkeit. Referent*innen: Volker Land und Robert Münch

WS 7: Das schwierige Erbe der Partisanen - Musikwerkstatt. Mitmachworkshop – Partisanenlieder aus Norditalien und Litauen. Referentin: Christiane Köpke. Moderation: Christine Bischatka

WS 8:  Unterstützung für Geflüchtete. Was tun in Deutschland? (auf Englisch) Referent*innen: Dimitrios Leoudis, ArsisKozani, J.K. Langford, Movements; Kommentar: Irem Nur Yildiri. Moderation: Vincent Fallasca

  • 18.30 Uhr: Zusammenführung der Ergebnisse durch Graphic Recording von Magdalena Wiegner; Abschluss und Dank durch Dr. Dagmar Pruin
  • 19.30 Uhr: Abendessen
  • 21 Uhr: Umzug zur Thomas-Kirche in Kreuzberg / Geführter Stadtrundgang zum Thema Widerstand. Referent: Gregor May
  • 22.30 Uhr: Politisches Nachtgebet mit Dr. h.c. Wolfgang Thierse, Dr. Dagmar Pruin, Jutta Weduwen und ehemaligen FW (Auch Programmpunkt des DEKT!). Ort: Bethaniendamm 28, 10997 Berlin.

Ort:
Martin-Luther-Gemeinde
Fuldastraße 48-50
12045 Berlin

Ansprechpartnerin:
Magdalena Scharf
scharf[at]asf-ev.de

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Unsere Tagung veranstalten wir in diesem Jahr parallel zum Deutschen Evangelischen Kirchentag. Dort sind wir ebenfalls mit einem Stand und weiteren Veranstaltungen vertreten. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Dank

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Die Tagung ist die Auftaktveranstaltung des Projekts „Unterdrückung und Widerstand. Chancen von Zivilgesellschaft in Geschichte und Gegenwart Europas“, das vom Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger gefördert wird. Lesen Sie hier mehr.

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