Die ASF-Geschäftsführerin Jutta Weduwen

Jutta Weduwen ist seit Oktober 2012 Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

Seit August 2020 sind Thomas Heldt und Michael Säger stellvertretende Geschäftsführer.

Jutta Weduwen

Jutta Weduwen studierte in Hamburg, Jerusalem und Berlin Soziologie. Schon während ihres Studiums war sie als freie Mitarbeiterin in verschiedenen Gedenkstätten aktiv und arbeitete an Konzepten der didaktischen Vermittlung der NS-Geschichte. Ihr wissenschaftliches und berufliches Interesse liegt in der Auseinandersetzung mit der Geschichte und  ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Damit verbindet sie ihr Engagement gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die Begegnungen mit Shoah-Überlebenden haben Jutta Weduwen an vielen Stellen in ihrem Leben sehr beeindruckt und geprägt. Der dialogische Austausch mit Menschen - Freiwilligen, Projektpartner*innen, Netzwerken, Kolleg*innen - liegen ihr besonders am Herzen.

Nachdem sie vier Jahre in der Heinrich-Böll-Stiftung im Nahost-Referat in der Projektsteuerung gearbeitet hatte, kam sie 2001 zu ASF. Sie arbeitete zunächst als Israelreferentin, leitete dann den Projektbereich Interkulturalität und wurde 2012 Geschäftsführerin.

Bei der Abschlusskundgebung der #unteilbar-Demonstration am 13. Oktober 2018, zu der 250.000 Menschen kamen, hielt Jutta Weduwen die Auftaktrede. Sie setzte mit ASF damit ein Zeichen für ein solidarisches, demokratisches und vielfältiges Miteinander in der Postmigrationsgesellschaft.

Sie ist Mitglied im Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus und wirkt damit im 2020 geschaffenen Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention mit. Die EKD hat sie in den Ökumenischen Vorbereitungsausschuss der Interkulturellen Woche berufen. Jutta Weduwen hat zwei erwachsene Kinder.

Publikationen:

  • Solidarität statt Ausgrenzung, #unteilbar. Für eine offene und solidarische Gesellschaft. 2018
  • Biografien der Vielfalt, in: Geschichten aus Deutschland, 2014
  • Biografische Betrachtungen von Geflüchteten auf die nationalsozialistische Geschichte, 2017
  • Wir wollten unsere Zukunft nicht versäumen. Geschichten von Romnja aus Rumänien, 2018 (herausgegeben mit Sara Spring)
  • Antisemitismus im Rechtspopulismus, Interview mit Jakob Stürmann, in: Zeichen 2/2017
  • Klare Kante gegen Rechts. Die Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste gegen Rechtsextremismus, in: Zeichen 1/2018. Gemeinsam mit Henning Flad.
  • Geschichte(n) in der Migrationsgesellschaft. In: Zeichen 1/2018
  • Unsere Geschichte – ihre Geschichte? Auseinandersetzung mit Geschichte in der deutschen Einwanderungsgesellschaft. In: Jahrbuch für Kulturpolitik 2009.
  • Umweg-Kommunikation. Zur Debatte um israelbezogenen Antisemitismus. Mit Jan Brezger. In: Zeichen 2/2019
  • Migration als europäisches Erbe, in: Migration als Alltag (Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung), 2018
  • Dem Hass eine Kraft entgegensetzen – 60 Jahre Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. In: Materialheft zur Interkulturellen Woche 2018
  • Die Arbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel. In: Zeitsprung: Israel, Palästina und wir, 2018
  • Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel, in: Junge Kirche: Frieden in Jerusalem – Frieden auf Erden, 2017

 

 

 

Kontakt

Jutta Weduwen
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Geschäftsführerin
Auguststr. 80, 10117 Berlin 
weduwen[at]asf-ev.de
Tel: 030/28395-202
Fax: 030/28395-135

  • Gefördert vom:
  • im Rahmen des Bundesprogramm
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