Aufruf von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste zur Demonstration am 13. Oktober 2018 in Berlin

#unteilbar
Wir sind viele. Für Vielfalt. Für Demokratie. Für Solidarität.

Am 13.10. gehen in ganz Europa Menschen auf die Straße, um ihre Stimme gegen Rechtspopulismus und für ein vereintes Europa zu erheben. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ist Teil des Bündnisses #unteilbar, das in Berlin zur Großdemonstration aufruft: Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

Wir erleben derzeit ein Wiederaufleben rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen. In Chemnitz marschieren Neonazis, Hooligans und Rechtspopulist*innen und skandieren rassistische und völkische Parolen. Diese Ereignisse und die politischen Debatten dieses Sommers zeigen, dass es nicht mehr nur um die Abweisung von Geflüchteten an den Grenzen geht. Mehr und mehr ist daraus Hetze gegenüber Geflüchteten und Menschen mit Einwanderungsgeschichte geworden.Rasant verändert sich das politische Klima in Deutschland. Vor drei Jahren war im Sommer der Willkommenskulturen eine große Offenheit und Hilfsbereitschaft bei der Aufnahme von Geflüchteten spürbar. Heute werden Flucht und Migration in den Medien, den sozialen Netzwerken und im politischen Alltag fast ausschließlich negativ betrachtet.

Bislang fehlt es an einer eindeutigen Fürsprache für eine offene, demokratische und solidarische Migrationsgesellschaft. Es fehlt an Empathie für Menschen in Not, die aus berechtigten Gründen fliehen müssen. Die Gleichgültigkeit gegenüber den Fluchtursachen und den Gefahren, denen Geflüchtete ausgesetzt sind, ist erschreckend und wird politisch geschürt. Die Hetze der Rechtspopulist*innen wirkt bis in die Mitte der Parlamente und der Gesellschaft.

Es ist nicht nur ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander in Gefahr, sondern unsere Demokratie. In einem Land, dessen Geschichte uns anderes lehren müsste.

Wir halten dagegen und demonstrieren am 13.10.2018 in Berlin!

Wir erheben unsere Stimme gegen antimuslimischen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und jegliche andere Art gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, denn Rechtsextremismus schadet der Seele!

Wir stehen ein für das Recht auf Schutz und Asyl. Deutschland hat eine besondere Verpflichtung, Geflüchtete aufzunehmen. Flüchtlinge brauchen Schutz und Solidarität, anstelle von Diffamierung und Kriminalisierung. 

Wir setzen uns für ein gleichberechtigtes Zusammenleben in unserer Migrationsgesellschaft ein und fordern Teilhabe für alle Menschen, die in unserem Land zusammen leben. 

Wir fühlen uns allen Menschen und Initiativen in Deutschland und in Europa verbunden, die miteinander Demokratie, Vielfalt und Solidarität leben und gestalten und sich für den Schutz von Geflüchteten einsetzen.

Lasst uns am 13.10.2018 um 13:00 Uhr in Berlin gemeinsam auf die Straße gehen und zeigen: Wir sind viele!

Hier werden wir euch rechtzeitig über unseren Treffpunkt informieren.

Hier könnt ihr unseren Aufruf herunterladen.

Weiterführende Links:
Berliner Bündnis: www.unteilbar.org
Europaweiter Aufruf: http://www.13-10.org/

 

 

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